Martingale – eines der beliebtesten Systeme für Wetten

Martingale ist eine Wettstrategie, die im 18. Jahrhundert in Frankreich entstanden ist und dort recht beliebt geworden ist. In der Regel wird diese Strategie angewendet, wenn eine Situation zwei Ausgänge haben kann und der Spieler eine 50/50-Chance hat. Der Einsatz richtet sich danach, ob der Spieler das vorherige Spiel verloren oder gewonnen hat. Mehr über diese  Strategie erfährst du im folgenden Artikel

Was ist die Martingale-Strategie?

Bei der Martingale-Strategie wird der Einsatz immer dann verdoppelt, wenn der Spieler den vorherigen Einsatz verloren hat. Ein klassisches Beispiel für die Anwendung dieser Strategie wäre bei einer Wahrscheinlichkeit von 50%.

In Situationen, in denen die gleiche Wahrscheinlichkeit besteht, wie z. B. beim Werfen einer Münze, gibt es zwei Möglichkeiten, die Höhe des Einsatzes zu bestimmen. Bei dieser Strategie muss eine Person den Betrag ihres Einsatzes verdoppeln, wenn sie den vorherigen Einsatz verloren hat. In der Theorie soll man alles, was man verloren hat, mit dieser Strategie zurückgewinnen, sofern man eine richtige Vorhersage getroffen hat.

Die Strategie verstehen

Obwohl es recht einfach erscheint, muss man diese Strategie perfekt verstehen, bevor man sie anwenden kann: Eine Wette, die auf dieser Strategie basiert, kann eines von zwei Ergebnissen haben, die gleich wahrscheinlich sind.

Wenn zum Beispiel Spieler X beschließt, einen festen Betrag von 50 Euro zu setzen und beim Werfen einer Münze auf Zahl tippt, ergeben sich zwei Wahrscheinlichkeiten: Kopf oder Zahl. Gewinnt Kopf, würde der Spieler den aktuellen Einsatz verlieren und auf das Martingal zurückgreifen. Damit verdoppelt er seinen ursprünglichen Einsatz auf 100 Euro und tippt erneut auf Zahl. Wenn es dann wieder Kopf ist, verliert er seine 100 Euro und muss seinen Einsatz verdoppeln (auf 200 Euro). Wenn er dann gewinnt, hört er auf zu wetten.

Die Strategie Martingale

Wie du vielleicht schon bemerkt hast, übersteigt die Höhe des Gewinneinsatzes die Summe aller vorherigen Einsätze und der eigentliche Unterschied liegt in der Höhe des Gewinns.

Anwendbarkeit von Martingale auf dem Aktienmarkt

Diese Strategie wird auch in vielen anderen Fällen sowie bei Wetten angewendet, bei denen es höchstens zwei Szenarien gibt, die mit einer gleich hohen Wahrscheinlichkeit eintreten können. Aktienmärkte sind allerdings nicht so einfach zu verstehen und unvorhersehbar, ähnlich wie das Wetten beim Roulette. Daher sollte die Strategie hier zunächst angepasst werden.

Betrachte folgendes Beispiel: Ein Händler nutzt die Martingale-Strategie und kauft Aktien mi Wert von 10.000 Euro, wobei jede Aktie für 100 Euro gehandelt wird. Wenn wir nun davon ausgehen, dass der Kurs der betreffenden Aktie in den nächsten Tagen fallen wird und der Händler einen neuen Kauf im Wert von 20.000 Euro mit 50 Euro pro Aktie tätigt, steigt der Durchschnittswert auf 60 Euro pro Aktie.

Und wenn wir dann annehmen, dass der Aktienkurs erneut fällt, sollte der Händler unter Anwendung von Martingale einen neuen Kauf im Wert von 40.000 Euro je 25 Euro pro Aktie tätigen. Damit sinkt der Preis jeder Aktie auf 33,33 Euro. Hier kann der Händler mit dieser Strategie einen Gewinn erzielen, wenn die Aktien auf mindestens 38,10 Euro pro Stück steigen und der Händler würde 10.000 Euro Gewinn machen, was dem Betrag des ursprünglichen Einsatzes entspricht.

Im oberen Fall kann der Händler nach der dritten Wette einen Gewinn erzielen, wenn der Aktienkurs 38,10 Euro erreicht hat. Dies wird jedoch nicht immer der Fall sein, sodass es sein kann, dass er hoffen muss, dass sich der Markt erholen wird.

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