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Marta Kostyuk siegt bei Roland Garros – nur Stunden nach Raketeneinschlag nahe Familienhaus

Female tennis player in a white sleeveless top, raising her fist in victory while holding a blue racket outdoors.

Marta Kostyuk hat am Sonntag ihre Erstrundenpartie bei Roland Garros gewonnen – doch die Stunden davor waren für die Ukrainerin die wohl schwersten ihres Lebens. Nur wenige Stunden vor dem Match erfuhr sie, dass eine russische Rakete nur 100 Meter vom Haus ihrer Eltern in Kiew einschlug.

Ihre Mutter, ihre Schwester und die Schwester ihrer Großmutter befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Gebäude. Trotz des massiven emotionalen Schocks besiegte Kostyuk Oksana Selekhmeteva klar mit 6:2, 6:3 in nur 1 Stunde und 18 Minuten.

Schwere emotionale Belastung

Kostyuk bezeichnete den Tag als einen der schlimmsten ihres Lebens.

„Im Moment war es wohl das Nächste, was je bei meinem Zuhause eingeschlagen ist, und genau das macht es so emotional“, sagte sie nach dem Spiel. „Es gab Momente im Match, in denen ich wieder daran denken musste. Den ganzen Morgen war mir schlecht bei dem Gedanken, dass es nur 100 Meter näher hätte sein müssen – und ich hätte heute vielleicht keine Mutter und Schwester mehr.“

Ihre Familie ist glücklicherweise unverletzt, aber schwer geschockt. Sie verbrachten den Tag zusammen nach einer weiteren schlaflosen Nacht in Kiew.

Starke Form trotz allem

Der Sieg bedeutete die Verlängerung von Kostyuks Sandplatz-Siegesserie auf 12 Spiele – nach ihrem Titelgewinn in Madrid zu Beginn der Saison.

Die Ukrainerin hat bereits mehrfach über die enorme Herausforderung gesprochen, ihre Tenniskarriere mit dem Alltag des Krieges in der Ukraine zu vereinbaren. Sie sagt, dass die internationale Aufmerksamkeit für den Konflikt nachgelassen habe – für sie und ihre Familie bleibe er jedoch eine tägliche Realität.

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