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Wie Freiburg den Rekord von neun Bundesliga – Teams in Europa möglich machen könnte

Mit noch fünf Spieltagen in der Bundesliga-Saison 2025/26 hat Bayern München die Teilnahme an der Champions-League-Ligaphase 2026/27 längst sicher. Die eigentliche Spannung liegt jedoch weiter unten in der Tabelle: Bis zu acht weitere deutsche Vereine können sich noch für den Europapokal qualifizieren – und damit möglicherweise einen Rekord von insgesamt neun Bundesliga-Teams in der Champions League, Europa League und Conference League ermöglichen.

Der entscheidende Faktor in diesem Szenario ist SC Freiburg. Die Breisgauer stehen mit 40 Punkten aus 29 Spielen auf Platz acht, sind aber in der UEFA Europa League auf dem besten Weg zu einer historischen Saison. Nach einem überzeugenden 6:1-Gesamtsieg gegen Celta Vigo haben sie erstmals das Halbfinale erreicht. Sowohl ihre nationale Platzierung als auch ihr Erfolg auf europäischer Bühne werden maßgeblich beeinflussen, wie viele deutsche Clubs in der nächsten Saison international antreten dürfen.

So werden die Europaplätze in der Bundesliga vergeben

Grundsätzlich gilt folgende Verteilung:

Diese Verteilung kann sich durch Pokalergebnisse und die UEFA European Performance Spots (EPS) verschieben. Die zwei Nationen mit den besten kollektiven Leistungen in dieser Saison erhalten einen zusätzlichen direkten Champions-League-Platz. England hat bereits einen EPS sicher, Deutschland kämpft mit Spanien und anderen um den zweiten. Starke Auftritte von Bayern (Champions-League-Halbfinalist) und Freiburg halten die Deutschen weiter im Rennen.

Bayern steht zudem im DFB-Pokal-Halbfinale – zusammen mit Bayer Leverkusen, dem VfB Stuttgart und Freiburg.

Der Freiburg-Faktor: Europapokal-Sieg könnte sechs Deutsche in die Champions League bringen

Deutschland hat gute Chancen auf den zweiten EPS, der Bayer Leverkusen (aktuell Fünfter) direkt in die Champions League katapultieren würde.

Sollte Freiburg die Europa League gewinnen, qualifizieren sie sich automatisch für die Champions-League-Ligaphase 2026/27 – unabhängig von ihrer Bundesliga-Platzierung. Das könnte die Anzahl deutscher Clubs in der Königsklasse auf sechs erhöhen.

Kompliziert wird es jedoch, wenn Freiburg zusätzlich den DFB-Pokal gewinnt. In diesem Fall würde der durch den Pokalsieger frei werdende Europa-League-Platz nicht an die Bundesliga zurückfallen, sondern an eine andere UEFA-Nation gehen. Dadurch würden weniger zusätzliche Europaplätze für deutsche Vereine zur Verfügung stehen.

Das ideale (und widersprüchliche) Szenario für den absoluten Rekord

Um die maximale Anzahl von neun deutschen Teams in Europa zu erreichen, bräuchte Freiburg ein sehr spezielles Ergebnis:

In diesem Fall könnte die Verteilung etwa so aussehen (bei Sicherung des EPS):

Warum Freiburgs Doppelbelastung so entscheidend ist

Die Freiburger liegen in der Liga elf Punkte hinter den Europaplatz-Rängen, haben in der Europa League aber nur zwei von zwölf Spielen verloren. Ihre Halbfinal-Gegner und die verbleibenden Bundesliga-Spiele werden zeigen, ob sie Liga und Europa unter einen Hut bringen können.

Bayern, Dortmund, Stuttgart, Leipzig und Leverkusen haben ihr Europaticket so gut wie sicher. Der Kampf um die restlichen Plätze – und die seltene Chance auf neun deutsche Vereine im Europapokal – hängt maßgeblich davon ab, wie weit Freiburg auf beiden Schauplätzen kommt.

Für die deutschen Fans ergibt sich ein kurioses Dilemma: Sie werden Freiburg in der Europa League lautstark unterstützen – gleichzeitig aber vielleicht hoffen, dass die Breisgauer den DFB-Pokal nicht gewinnen.

Zusammenfassung
Freiburgs Europa-League-Traum könnte der Bundesliga zu einem historischen Rekord verhelfen. Ob am Ende tatsächlich neun deutsche Teams international spielen, entscheidet sich in den kommenden Wochen – vor allem durch die Leistungen der Freiburger auf europäischer Bühne und im Pokal.

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